Monastero Santa Croce Assisi
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Santa Croce Asssi
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KLOSTERLEBEN

Geschichte

Einkleidung web.jpgChiara di Favarone kam um 1194 in der umbrischen Stadt Assisi (Italien) als älteste Tochter des Grafen di Favarone und seiner ebenfalls adligen Frau Ortolana zur Welt. Im Verlauf von Auseinandersetzungen zwischen dem Adel und dem aufstrebenden Bürgertum musste die Familie 1202 vorübergehend nach Perugia fliehen. Klara sowie ihre jüngeren Schwestern Agnes und Beatrice erhielten durch ihre Mutter Ortolana eine für die damalige Zeit ausgezeichnete Ausbildung, in Latein, Lesen und Schreiben und in den verschiedensten handarbeitlichen Künsten. Von frühester Kindheit an war in Klara eine tiefe Frömmigkeit bemerkbar, welche durch den Einfluss der frommen Mutter noch gefördert wurde. Doch ihr klares und reines Herz dürstete nach mehr.

Die Vorsehung kam der heiligen Klara in der Gestalt des heiligen Franziskus entgegen. Nach einer Predigt des zwölf Jahre älteren Franziskus im Dom zu Assisi entschloss sich Klara, ihr Leben ganz Gott zu weihen. Klara nahm mit Franziskus Kontakt auf, der sie in ihrem Vorhaben bestärkte und ihr seine Unterstützung zusagte. Zudem berieten sie sich mit dem Bischof von Assisi.

Am Palmsonntag, dem 18. März 1212, gab der Bischof im Dom von Assisi Klara einen Palmzweig als Zeichen seiner Zustimmung zu ihrer Entscheidung. Weil ihre Eltern niemals ihre Einwilligung gegeben hätten, verliess sie heimlich in der folgenden Nacht ihr Elternhaus und eilte mit ihrer Verwandten und Freundin Pacifica hinunter in die Ebene nach Portiuncola. Dort kniete sich die heilige Klara vor dem Altar nieder und versprach dem heiligen Franziskus den Gehorsam. Daraufhin schnitt der heilige Franziskus ihr eigenhändig die schönen langen Haare ab. Klara legte die kostbaren Gewänder und ihren Schmuck ab und erhielt vom heiligen Franziskus eine grobe, schlichte und ungefärbte Kutte, wie sie die Minderbrüder trugen.

Franziskus brachte Klara noch in derselben Nacht zum Benediktinerinnenkloster „San Paolo delle Abbadesse“ bei Bastia, etwa eine Wegstunde westlich von Assisi entfernt, wo sie fürs erste Asyl fand. Ihre Angehörigen konnten sie weder mit guten Worten, Versprechungen, Schmeicheleien, noch mit Gewalt zurückbringen. Sie floh zum Altar, umfasste ihn und enthüllte zum Zeichen ihrer Weihe an Gott ihr geschorenes Haupt. Daraufhin liess man sie in Frieden.

S.Angelo in Panzo web.jpgEs war aber nicht die Berufung der heiligen Klara, Benediktinerin zu werden. Der Herr selbst hatte bereits ein eigenes Charisma in ihr Herz gelegt. Der heilige Franziskus führte sie vorübergehend zur Kirche von „Sant’Angelo in Panzo“. Nach einigen Wochen zog Klara im April 1212 mit ihrer jüngeren Schwester Agnes und ihrer Freundin Pacifica, die sich ihr bereits angeschlossen hatten, nach S. Damiano. Dort entstand allmählich das erste franziskanische Frauenkloster, die Klarissen. Die Schwesterngemeinschaft wuchs schnell. Es schlossen sich ihr weitere junge Frauen aus den vornehmsten Geschlechtern Assisis und seiner Umgebung an, selbst die inzwischen verwitwete Mutter Ortolana, ihre Schwester Agnes und Beatrice sowie die Hausgenossinnnen Filippa, Benvenuta und Christiana und die Freundin Pacifica. Unglaublich sind die Wege des Herrn: Der Herr verlangte zuerst von ihr das Opfer, ihre Familie zu verlassen, und schenkte sie ihr dann auf eine neue, viel innigere Weise wieder.

Chor S. Damiano web.jpgAnfangs trug die Gemeinschaft den Namen „Arme Frauen von San Damiano“ („pauperes Dominae de San Damiano“). Ab dem Jahre 1215 leitete die heilige Klara, im Gehorsam gegenüber dem heiligen Franziskus, als Äbtissin die Gemeinschaft. Sie wollte jedoch nicht als Äbtissin im damaligen Sinne „regieren“, sondern ihr ganzes Streben ging dahin, ihren Schwestern zu dienen und ihnen Mutter zu sein. In ihren Briefen bezeichnete sie sich wiederholt als „demütigste und unwürdige Magd Christi und Dienerin der Armen Schwestern“. Oft ging sie als Letzte zu Bett, in kalten Nächten schaute sie nach ihren Schwestern, ob sie genügend zugedeckt waren, selber betete sie nachts lange, stand als Erste auf, weckte die Schwestern und rief sie zum kirchlichen Lobgebet.

Stickereien web.jpgWährend ihrer langjährigen Krankheit (die heilige Klara war die letzten 29 Jahre ihres Lebens bettlägerig), liess sie sich auf ihrem Lager aufrichten und mit Kissen stützten; sie wollte weiterhin, soweit es ihr noch möglich war, den Schwestern dienen. Im Bett sitzend fertigte sie eigenhändig feinste Kirchenwäsche an (Alben, Purificatori, Corporale, etc.), die zum Teil noch heute in S. Chiara zu sehen sind. Genauso wie dem heiligen Franziskus lag ihr die würdige Ausstattung der Kirchen sehr am Herzen. Die Tradition, schöne Kirchenwäsche in Handarbeit herzustellen, wird in unserer Gemeinschaft weiterhin gepflegt.

Niemand verstand Franziskus in seinem Charisma tiefer, als die heilige Klara. Er war ihr Lehrer und geistiger Führer, dennoch besuchte er die „Armen Frauen“ von S. Damiano nicht oft, so dass er sich sogar den Tadel seiner Gefährten zuzog. Ihm war bewusst, dass Seelenverwandtschaft web.jpgKlara ganz dem Herrn gehörte, er hatte Ehrfurcht vor dem „Geheimnis des Königs“ und wusste, dass er nicht zwischen Braut und Bräutigam stehen dürfe. Die räumliche Trennung hinderte sie aber nicht, sich gegenseitig in ihrer je eigenen Berufung geistig zu bestärken.

Sonnengesang web.jpgDurch das flehentliche Bitten der heiligen Klara gedrängt, suchte der heilige Franziskus, von den Wundmalen Christi gezeichnet, im März 1225 Klara in S. Damiano auf und verfasste dort in einer kleinen Klause seinen berühmten „Sonnengesang“. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Sonnengesang nicht in einer Hochstimmung des Gemütes geschrieben wurde, wie man meistens annimmt, sondern in schwerer Krankheit und innerer Trübsal. In seinem eigenen Unvermögen forderte er die ganze Schöpfung zum Lob Gottes auf „weil wir unseren Schöpfer und Spender alles Guten nicht loben, wie wir müssten“. Das Beten und Singen dieses Lobpreises behielt er bis zu seinem Lebensende am 3. Oktober 1226 bei und lehrte ihn auch seinen Brüdern.

Das wohl bekannteste Ereignis im Leben der heiligen Klara ereignete sich im September 1240. Bedroht durch die Sarazenen nahm die heilige Klara in ihrem lebendigen Glauben Sarazenenvertreibung web.jpgZuflucht zum Allerheiligsten und rief ihre Schwestern dort zum Gebet zusammen. An einem gewissen Moment erhob sich die heilige Klara und liess das Allerheiligste bis zum Fenster des Refektoriums vor sich her tragen: Durch das Eingreifen Gottes zogen die Sarazenen fluchtartig von Assisi ab! Noch heute findet daher jährlich am 22. Juni ein feierliches Erinnerungsfest statt, an dem auch der Bischof, das Domkapitel und die Stadtregierung teilnehmen. Als einzige Heilige in der Katholischen Kirche wird die heilige Klara mit dem Attribut des Allerheiligsten dargestellt. Dies ist nicht nur auf die Sarazenenvertreibung zurückzuführen, sondern in ihrer besonderen Verehrung für den Eucharistischen Herrn begründet.

1247 begann Klara selber eine Ordensregel für die Schwestern in S. Damiano zu schreiben. Als Papst Innozenz IV. Klara, deren Kräfte nach 29 Jahren schwerer Krankheit zusehends Regel Hl. Klara web.jpgschwanden, in S. Damiano besuchte, bat sie ihn um die ersehnte Approbation ihrer Ordensregel. Am 9. August 1253 erschien tatsächlich die feierliche Bestätigungsbulle des Papstes Innozenz IV.: Der Herr gewährte ihr noch diesen grossen Trost, verbunden mit der Bestätigung des „Privilegium Paupertatis“. Die heilige Klara küsste voll Freude das päpstliche Dokument und starb zwei Tage darauf, am 11. August, mit der Regel in ihren Händen.

Die heilige Klara wurde in der Kirche San Giorgio in Assisi beigesetzt, wo man 1226 auch Franziskus vorübergehend bestattet hatte. Die Gebeine Klaras bettete man daraufhin 1260 in die Krypta der Basilika Santa Chiara um. Bereits zwei Jahre nach ihrem Tod am 15. August 1255 wurde sie heiliggesprochen. Es bewahrheitete sich die Prophezeiung, die Mutter Ortolana bereits vor der Geburt über ihre Tochter Chiara (=hell, leuchtend) erhalten hatte: „Du wirst ein grosses Licht zur Welt bringen, das die ganze Welt erleuchten wird“. Und heute strahlt sie wahrhaftig mit ihrem Beispiel und ihrer wirksamen Fürbitte in die ganze Welt hinaus.

Ihr Gedenktag wird am 11. August begangen.

Thomas von Celano beschrieb 1255/56 in der „Legenda sanctae Clarae virginis“ auch das Leben und Werk Klaras.

Klarissen-Kapuzinerinnen als Reformbewegung der Klarissen

Im Jahr 1535 gründete Frau Maria Laurentia Longo in Neapel ein Kloster nach der Regel der heiligen Klara. Papst Paul III. gab dieser Gründung im selben Jahr die kanonische Approbation. Zunächst lebten die Ordensfrauen nach der Regel des Dritten Ordens des heiligen Franziskus, bis derselbe Papst Paul III. 1538 der neuen Gründung gestattete, die ursprüngliche Regel des Ordens der heiligen Klara zu beobachten. Auf Bitten der Gründerin übertrug er die geistliche Leitung den Minderbrüdern Kapuzinern. Die Gründerin übernahm fast von Anfang an die Reformkonstitutionen der heiligen Coleta, deren Bestimmungen sie teilweise durch eigene Statuten ersetzte und denen sie ausserdem viele Elemente aus den Konstitutionen der Minderbrüder Kapuziner hinzufügte.

Die besonderen Merkmale der Klarissen-Kapuzinerinnen als Reformbewegung der Klarissen waren: Ein strenges, durch die Klausur von der Welt abgeschlossenes Leben in höchster Armut, ohne Mitgift und Besitz, in Einfachheit der schwesterlichen Gemeinschaft, vor allem aber in eifrigem Gebet bei Tag und bei Nacht. (aus den Konstitutionen)

erste Aussenschwestern web.jpg

 

 

Wer erkennt 2 dieser Aussenschwestern?

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Sr. M. Anna mit den Klosterhühnern und -gänsen

 

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Sr. M. Fidelis, eine der ersten Aussenschwestern

Bevor das Gästehaus eröffnet wurde, verdienten sich die Schwestern ihren Unterhalt mit Strickereien.

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